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TAG 019 – Raucher klagen, so oder so

“Sie könnten sagen: “Ich genieße es, den Rauch zu inhallieren und einen gewissen ‘Kick’ zu verspüren.” Der menschliche Körper ist aber nicht dafür vorgesehen, Rauch zu inhallieren. Wenn Sie Gartenabfälle verbrennen oder draußen grillen, beugen Sie sich auch nicht über den Rauch, um in den “Genuss” des Inhallierens zu kommen. Wir müssen würgen, wenn wir Rauch einatmen. Woher kommt dann also dieses Gefühl von Genuss? Wir haben es den Herstellern zu verdanken. Den Zigaretten werden entscheidende Zusätze beigefügt, die Erstickungsanfällen entgegenwirken: Glycerin und Äthylalkohol. Während des Verglühungsvorgangs spalten sie sich in winzige Dampfpartikelchen auf, die sich beim Inhalieren an die Halswand anlegen. Der Alkohol wirkt als leichtes Anästhetikum und das Glycerin verhindert ein Austrocknen des Halses.” Allen Carr

Allein schon diese Tatsache, dass sich Tabakprodukt-Hersteller eine solche unglaubliche Mühe geben dir durch die Beigabe von allerlei Substanzen das Rauchen zu erleichtern, sollte in deinem Kopf einen mächtigen Badda-Boom verursachen. Wie ich schon an anderer Stelle angemerkt habe, glaube ich nicht, dass die betreffenden Verantwortlichen dies vorsätzlich tun um dich umzubringen. Im Global Play um Märkte, Umsatz, Kundenbindung, Arbeitsplatzsicherung und Gewinnerzielung wollen Tabakprodukt-Hersteller “nur ihr Produkt für den Endverbraucher perfektionieren.” Das machen Hersteller von Kinderspielzeug auch.

Hier geht es aber nicht nur um irgendein Kinderspielzeug!

Es geht nicht mehr und nicht weniger als um dein Leben.

Überlege dir also bis zum Ende dieses Blogjahres gut, ob du den Rest deines Lebens das Kinderpferdchen im Raucherkarussell sein willst?

Nicht umsonst gibt es im Land der unbegrenzten Möglichkeiten, den USA, derart hohe Forderungen von Erkrankten oder Geschädigten gegenüber den Tabak-Großkonzernen. Das wohl bekannteste US-Gerichtsurteil zur Klage der Raucher-Witwe Mayola Williams kannst du hier einsehen. Ihr Hauptklagepunkt war, dass einer der größten Zigarettenhersteller weltweit ihren an Lungenkrebs verstorbenen Ehemann 45 Jahre lang durch Werbung im Glauben ließ Rauchen würde nicht der Gesundheit schaden. Nun, wir können darüber streiten ob ihr Mann wirklich so leichtgläubig war nach 45 Jahren nicht zu bemerken, dass der Zigarettenkonsum seinen Tod hervorrufen wird.

Es geht mir eher darum, dass die Kombination aus ökonomischen Ehrgeiz, gesellschaftlicher Gehirnwäsche und den wiederkehrenden schwachen Momenten eines Rauchers dich immer wieder in die weit ausgestreckten Arme der kleinen Nikotinbestie laufen lassen und somit auch die Kassen der armen Tabak-Großkonzerne klingeln lassen. Denke jetzt nicht, sie wären völig wehrlos und durch das US-Gerichtsurteil wäre ein Präzedenzfall geschaffen worden. 2/3 der Raucherklagen in den USA gehen immer noch zu Gunsten der Tabakkonzerne. Als Musterbeispiel kann dieser gerichtliche Fall aus dem Jahre 2003 dienen. Das bedeutet im Großen und Ganzen: Tabakkonzerne können ihre Giftcocktails mit Honig-, Wassermelone- und Pfirschgeschmack weiter optimieren und dich somit in der Nikotinfalle halten, ohne jemals auf diesem Planeten dafür verantwortlich gemacht zu werden. Die Verantwortung liegt somit alleine bei dir.

Es gibt aber ein viel wirksameres außergerichtliches Mittel, mit dem du diesem Eklat ein Ende setzen kannst und es dich in jedem Fall immer im Kampf gegen die marktwirtschaftliche Willkür der Tabak-Großkonzerne siegreich sein lässt:

H ö r e a u f z u r a u c h e n!

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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren | rp-online.de | handelsblatt.com

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