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TAG 017 – Giftcocktail mit Honig

“Unsere Gesellschaft unterzieht uns einer Gehirnwäsche, die uns glauben machen will, Zigaretten seine eine Art Wunderpillen, die auch noch gut riechen und schmecken. Wir brauchen nicht einmal einen Löffel Zucker, um die Medizin zu schlucken. Schmeckt gut! Aber was hat das überhaupt mit Schmecken zu tun? Schließlich essen wir ja Zigaretten nicht, und wenn wir es täten, würden wir davon krank! Tatsache ist, dass wir uns beim Rauchen an die Zusätze gewöhnen, die Zigaretten beigemengt werden. Nikotin in seiner ursprünglichen Form ist herb und beißend. Die Tabakkonzerne verfälschen seinen ursprünglichen Geschmack, indem sie “Aromen” wie Schokolade, Vanille, Honig, Melasse und natürlich Menthol zusetzen. Jedes Land kommt mit eigenen Spezialmischungen den Geschmacksgewohnheiten seiner Bewohner entgegen, in Frankreich sind es zum Beispiel die beliebten Gitanes.” Allen Carr

Einen sehr hohen Anteil an der weltweiten Gehirnwäsche von Rauchern tragen mitunter Unternehmen aus der Tabakindustrie bei. Zwar unterstelle ich Angestellten in Tabakfirmen keine böswillige Absicht, wenn es darum geht Menschen mit ihrem Produkt vorsätzlich umzubringen, ich behaupte hier einmal ganz frech, dass der Großteil von Chemikern, die für die Tabakindustrie tätig sind, selbst Nichtraucher sind. Im ökonomischen Sinne tun sie eigentlich nichts Illegales. Wie jedes Unternehmen, dass sich im globalen Kampf um Märkte behaupten will, versuchen auch Tabakhersteller ihr Produkt nur zu verbessern um mehr Konsumenten und damit mehr Einnahmen zu erwirtschaften. Das tun Hersteller von Babynahrung auch. Der Unterschied ist aber, dass der Raffinierungsprozess von Tabak und seinen Endprodukten Zigaretten, Zigarillos und Pfeifentabak inzwischen perverse Dimensionen angenommen hat.

In einer einzigen Zigarette unabhängig von welcher Marke, befinden sich fast 4000 Substanzen, von denen einige selbst von unabhängigen Kontrollinstituten nicht näher benannt werden können. Das fällt in der Wirtschaft unter das Produktions- und/oder Produktgeheimnis. Ich will in diesem Beitrag auch nicht eine seitenlange Abhandlung schreiben über alle dieser Stoffe, da ich weiss, dass du als Raucher es gar nicht schaffen wirst, den Bericht zu Ende zu lesen. Mich selbst haben damals solche Artikel nicht im Geringsten interessiert, ich wollte gar nichts davon hören und wissen. Umso mehr schockiert mich im Augenblick das Wissen um diese Tatsache.

Wenn du mehr wissen willst über alle Inhaltsstoffe deines “Genußmittels” so empfehle ich dir diesen Beitrag des Schweizer Rauchstoppzentrums zu lesen. Ich fasse das Ganze aber in ein paar kurzen Absätzen für dich zusammen.

In deiner Lieblingsmarke sind von den fast 4000 lungengängigen Feinstaubpartikeln ca. 200 extrem giftig und 40 davon höchst krebserregend.

Darunter befindet sich als Hauptsuchtstoff Nikotin, welches sich in der Tabakpflanze befindet. und eines der stärksten Gifte überhaupt ist. Direkt injiziert reichen 50 mg, also die 2-Tages-Ration eines Durchschnittsrauchers, um jeden Menschen dieses Planeten innerhalb Sekunden zu töten. Weiter kommt Kohlenmonoxid als geruchsloses Gas hinzu, welches durch den Verbrennungsprozess in der Glut entsteht. Den meisten ist Kohlenmonoxid als Schadstoffemission von Kraftfahrzeugen bekannt. Dann kommt Toluol, Acetaldehyd, Blausäure, Cyanid, Zink, Pyridin, Phenole. Sehr hohes Suchtpotential besitzt vor allem das Acetaldehyd. “Acetaldehyd (CH3CHO) ist eine farblose, betäubende Flüssigkeit, die in der Zigarette beim Verbrennen von Zucker entsteht. Die Mischung von Nikotin und Acetaldehyd erhöht die Suchtwirkung der Zigarette um das Doppelte. Acetaldehyd verhindert die Bildung des Enzyms MAO-B, sodass Raucher 40% weniger davon haben als Nichtraucher. Durch das geringe Niveau an MAO-B kann wiederum mehr Dopamin im Gehirn produziert werden, wodurch das Suchtpotential steigt.”
Spätestens jetzt sollte dir beim diesem Giftcocktail das Kotzen kommen, aber wenn du denkst: “Was? Das war’ schon?”, so muss ich dich enttäuschen. Diese Stoffe sorgen lediglich dafür, dass du nicht aus der Nikotinfalle entkommst bzw. immer wieder dahin zurückwillst.

Die krebsaulösenden Stoffe sollten dich ein wenig mehr beunruhigen. Da haben wir den lieben Teer. “Teer ist ein flüssiges, schwarzbraunes Kohlenwasserstoffgemisch. Wenn man täglich eine Schachtel Zigaretten raucht, nimmt die Lunge im Jahr etwa eine Tasse Teer auf. Teer verklebt die Flimmerhärchen in den Atemwegen und der Lunge. Wenn sie verklebt sind, kann Staub nicht mehr nach draußen gehustet werden.” Dazu gesellen sich seine Freunde: Schwermetalle, Nitrosamine, Nickel, Hydrazin, Vinylchlorid – der sorgt für den musikalischen Beat in der Lunge ;-D -, Benzol, Benzypren, Polonium 210. Die üblichen weiteren Kanzerogen-Verdächtige sind Formaldehyd, Anilin, Blei, Cadmiumchlorid, Akrolein und noch mehr chemische Verbindungen, dessen Bezeichnungen mir alleine einen Schauer über den Rücken laufen lassen. Dann kommt die Gang der Reizer. Die sorgen höchstens für Husten, Bronchitis und Atemnot, also nichts wirkich Beunruhigendes. Ammoniak, Stickoxide, Kohlendioxid und ein paar Unbekannte, die X-Mens.

Von den ganzen Aromen, die beigemischt werden um den giftigen ekeligen Geschmack dieser “Genußstoffe” zu überdecken, will ich gar nicht anfangen. Diese ganzen genannten Tatsachen werden dich aber auch nicht davon abhalten zu rauchen, denn ich weiß, dass du das alles hier schon weißt und inzwischen bestimmt schon irgendwo darüber gelesen hast oder einen Beitrag im Fernsehen gesehen hast.

Die Vorstellung aber, dass du jeden Tag 3-5 Euro für dieses perfekte Massenopium ausgibst und davon irgendein Tabakmogul die 3-5 Millionenvilla sein Eigen nennt, sollte deinen Ehrzgeiz ansprechen endlich aus diesem staatlich legalisierten Drogendeal auszusteigen.

Mich jedenfalls fing irgendwann die ganze Sache an zu nerven. Mit meiner letzten Zigarette habe ich damals gesagt: “Jetzt reichts!

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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren | rauchstoppzentrum.ch

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