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TAG 016 – Die Versuchung(en)

“Kein Wunder, dass Raucher vor dem Aufhören zurückschrecken und es als schwierig empfinden! Oder dass wir die Zigarette für unseren kleinen Genuss, unseren Freund und unsere Stütze halten, die in den entscheidenden Phasen unseres Lebens für uns da ist – wenn wir uns entspannen, konzentrieren wollen, nervös, gelangweilt oder gestresst sind. Gibt es überhaupt andere Phasen, ausgenommen wenn wir schlafen oder essen? Viele Raucher müssen sogar noch während des Essens rauchen.” Allen Carr

Trotz aller Informationen, die Rauchern in der heutigen modernen Informationsgesellschaft zugänglich sind, mißachten sie die Warnungen, Anregungen, Ratschläge, Beweise und Dokumentationen über die schädlichen Wirkungen des Rauchens.

Der Unterschied zwischen einem Raucher und einem Nichtraucher oder Ex-Raucher ist nur derienige, dass ein Raucher immer wieder in dieselbe Falle tappt trotz aller Kenntnisse und seines ganzen Wissens um die Nikotinsucht, und ein Nichtraucher nie in die Falle getappt ist oder in meinem Falle als Ex-Raucher einmal in die Falle getappt ist, sehr oft und immer wieder in die gleiche Falle gestolpert ist, bis er einmal die ganze Wirkungsweise der Falle verstanden hat und nie wieder in dieselbe Falle hineingeraten wird. Es ist zwar nur ein kleiner Unterschied, aber eben ein Unterschied der in mehr als 100.000 Fällen jährlich in Deutschland über Leben und Tod entscheidet.

Die kleinen Stolpersteine und Fettnäpfchen der Nikotinfalle sind im wachen Zustand derart zahlreich und abwechslungsreich, dass der Raucher überhaupt keine Chance mehr sieht, den vielen Verlockungen eines vermeintlichen Genusses zu wiederstehen.
Wenn du in einem Garten rumlaufen würdest mit einer Unzahl von schön aussehenden giftgen Früchten und du beim unwissentlichen ersten Bissen in einen dieser Früchte sofort sterben würdest, gebe es in diesem Garten nur Nichtfurchtesser. Laut Darwin könnte man das als natürliche Selektion sehen, wobei es aber die Evolution höchstwarhscheinlich gar nicht gäbe. Wenn dich jetzt aber jemand darauf hinweisen würde, dass du beim Verzehr einer dieser Früchte sofort sterben würdest, würdest du die Frucht dann essen? Natürlich nicht, denn dein Selbsterhaltungstrieb würde dich in jeder Gelegenheit davor schützen in die Frucht zu beissen. Nun … die gute Nachricht ist, dass das Leben in diesem Garten nicht so rigoros ist. Gott oder die Natur haben mehrere Merkmale erschaffen um Gift zu erkennen und seine Kreaturen somit davor zu schützen. Entweder durch das Aussehen, den Geschmack oder den Geruch.

Raucher missachten diese Warnsignale jedes Mal wenn sie die Zigarette anstecken. Der Tod tritt ja nicht sofort ein, also sagt ihnen die kleine Nikotionbestie: “Es ist kein Gift!” Eine andere Stimme aber sagt dann: “Doch, es ist Gift, denn viele Menschen sind schon daran gestorben!” Dieser innere Zwiespalt in einem Raucher erzeugt soviel Druck und Anspannung, dass in diesem Augenblick die suchtmachenden Stoffe einer Zigarette für kurzzeitigen und kurzsichtigen Genuss sorgen und die wohltuende Gehirnwäsche alle Nachteile wegbläst.

Deshalb sehen sich alle Raucher als nicht immunisiert an und wissen schon im Voraus, dass sie scheitern werden. Wenn du aber deine geistige Konditionierung umpolst (siehe die klassische Konditionierung von Pawlow) und das Nichtrauchen einer Zigarette als völligen Genuss empfindest, schüttet das Gehirn ebenfalls Glückshormone aus, die die gleiche Wirkung haben auf dein Wohlbefinden, es sind aber natürlich erzeugte Glücksgefühle und nicht künstlich herbeigeführte.

Aus diesem Grund berichten sehr viele Raucher, die mit der Easyway-Methode aufgehört haben wie leicht es ist mit dem Rauchen aufzuhören.

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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren

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