Das Tückische an der Nikotinfalle ist, dass Raucher nicht nur zum Glimmstengel greifen, wenn sie nervös sind und angespannt und durch das Rauchen einer Zigarette und das damit verbundene Inhalieren des Nikotins meinen Entspannung und Genuß zu erfahren. Raucher greifen auch zum Glimmstengel ebenso in völlig losgelösten Situationen, wenn sie ausgehen, in ihrer Freizeit unterwegs sind, schöne Augenblicke im Leben erfahren und in geselligen Runden lachen, reden und Spaß haben.

Auch ehemalige Raucher haben immer noch Spaß am Leben. Das kann sich einer Raucher gar nicht mehr vorstellen.
Diese positiven und stressfreien Momente im Leben eines Rauchers sind viel viel gefährlicher und wirken kraftvoller in der Gehirnwäsche als angespannte Situationen. Ich werde irgendwann in diesem Blog natürlich auch auf diese stressigen Momente eingehen und beweisen wie sie den Raucher dahingehend beeinflussen sich immer wieder eine Zigarette anzuzünden und nicht aufhören zu können. Bleiben wir aber im heutigen Beitrag kurz bei den schönen Momenten in einem Raucherleben.
Ich weiß, dass du denkst, du würdest nachdem du deine letzte Zigarette geraucht hast, diese schönen entspannten Momente in deinem Leben womöglich noch in Gesellschaft anderer Raucher, die du magst, nicht mehr genießen können. Dieser Gedanke provoziert geradezu jedesmal die Emotion ein Opfer bringen zu müssen. Zuerst einmal, wir sind hier nicht bei der Bundeswehr. Du musst nicht aufhören zu rauchen. Dieser Blog und ich wollen dich nicht zwingen aufzuhören. Ich will dir nur aufzeigen, dass ein völlig normales Leben ohne Zigaretten möglich ist und dass du auf rein gar nichts verzichten musst, genauso viel Spaß haben wirst in der Zukunft und das mit mehr Geld, einem höheren Gesundheitszustand und einem stärkeren und stetigeren geistigen Wohlbefinden. Du musst nicht aufhören zu rauchen. Ich weiß, dass du aufhören willst und du solltest auch aufhören, denn Rauchen ist eine Drogen- und Nikotinsucht, die viel Geld kostet, deine Gesundheit ruiniert, dich irgendwann töten wird und dich zum Sklaven einer unsichtbaren Bestie werden lässt, die dich jede Minute deines Lebens kontrolliert.
Denke niemals du wärest in einer guten Position mit deiner Rauchersucht, denn um dich herum siehst du womöglich immer wieder Alkoholiker, Drogenjunkies, Kiffer, Kokainsüchtige, Sexsüchtige, Freßsüchtige, Outlaws und Underdogs, die mit dem Gesetz immer wieder in Konflikt geraten, verschuldete und zerstörte Charaktere, die ihr Leben nicht mehr auf die Reihe bekommen. Geschweige denn, dass der Großteil dieser Menschen zusätzlich raucht. Also ist deine eigene Nikotinsucht doch ein viel kleineres Übel als alles andere und eine Sünde oder Schwäche muss ja bekanntlich jeder haben. Nur weil Rauchen von Gesetzes wegen erlaubt ist und im Laufe der Jahrhunderte salonfähig gemacht worden ist, heißt das noch lange nicht, dass du eine völig reine Weste hast und dir nichts zuschulden kommen lässt. Du bist drogensüchtig. Und du willst endlich die Augen öffnen und aus diesem Schlamassel in den du irgendwann in deiner Vergangenheit hineingetappt bist, heraus. Daran wollen dich nicht nur die “kleine Nikotinbestie” in deinem Kopf hindern, sondern auch die vielen vielen “kleinen Nikotinbestien” in den Köpfen anderer Raucher. Alle beide wollen dir einreden, dass du ein viel schlechteres Leben führen wirst, wenn du aufhörst dich selbst zu vergiften.
Wenn das so ist, dann beantworte mir und dir selbst bitte folgende Frage: Warum klopfen einem ausnahmslos alle Nichtraucher wie auch der große Teil der Raucher stolz auf die Schulter, wenn man es geschafft hast damit aufzuhören?
Wenn doch das Rauchen so eine tolle Lebenserfahrung ist, die kein Erdenmensch missen sollte, warum wollen dann alle Raucher endlich raus aus dieser Falle?
Merke: wenn du in kurzer Zeit endlich ein Nichtraucher sein wirst, wirst du nur positive Resonanz erhalten. Nutze diese ausgesprochenen und stillen Komplimente anderer Menschen um dich in deiner Einstellung zu überzeugen, dass du die beste Enscheidung deines Lebens getroffen hast und dass du nichts Gutes aufgegeben hast. Denke immer daran: Nichtraucher nehmen an sämtlichen schönen Momenten des Lebens genauso teil und haben genauso viel Spaß daran wie Raucher. Du bringst überhaupt kein Opfer und solltest alle anderen Raucher um dich herum eher bemitleiden, als sie bewundern, da sie anscheinend die schönen Momente mit einer Fluppe im Mundwinkel noch mehr genießen als du selbst. Du hast das Höchstmaß an Genuss einer Szene schon erreicht und kannst sie durch eine Zigarette nicht noch mehr steigern. Lass dich nicht überrumpeln diese innere Einstellung zu verlieren. Sie ist elementar in deinem zukünftigen neuen Leben als Nichtraucher.
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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
bildquelle(n): nrw-tourismus.de
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