Das kommt daher, dass jeder gesunde Organismus und vor allem jeder nicht manipulierte Verstand Rauchen und Zigaretten sowie das Inhalieren der Substanzen dieses Produktes als Giftstoff erkennt und sich anfangs mit klaren und eindeutigen Signalen wehrt: Husten, Augenbrennen, Übelkeit. Unser Körper ist von Natur aus darauf programmiert Gifte zu erkennen und sie zu meiden um das Überleben sowohl der Art wie auch des Einzelnen zu gewährleisten. Früher haben Menschen viel naturverbundener gelebt als heute. Man ging mehr auf die Jagd, ernährte sich von Früchten der Natur. Um aber zu wissen, welche Früchte giftig sind und welche nicht, entwickelte der Körper Abwehrmechanismen, so reagiert er mit Brechreiz, wenn man giftige Blaubären oder Pilze zu sich genommen hat. Das heißt nicht, dass man sich auf das Auge 100 % verlassen kann. Giftige Pilze von nicht giftigen zu unterscheiden erfordert doch ein wenig Kenntnis. Wenn man dennoch mal giftige Pilze verspeist hat, kann man aber mit einer sicheren Reaktion des Körpers rechnen, wie Übelkeit, Erbrechen, Fieber, Benommenheit und im schlimmsten Falle sogar mit dem Tod. Bei der ersten Zigarette wehrt sich jeder menschliche Organismus auf dieselbe Art. Warst du schon mal so frech und hast deinem Haustier, einer Katze oder einem Hund, den Zigarettenqualm ins Gesicht geblasen? Beobachte die Reaktion der Tiere dabei. Sie werden sich angewidert abwenden, im schlimmsten Falle wirst du angegriffen. Tiere erkennen mit ihren verstärkten Sinnen sofort die Gefahr, die von Gift ausgeht.
Solange wir auf der Seite der Nichtraucher stehen, wundern wir uns wie dumm Raucher eigentlich sein müssen, soviel Geld in ihrem Leben auszugeben für das Privileg sich bis zum Tod mit Gift selbst zu verpesten. Als ob die heutige Umweltbelastung durch Autoabgase in Großstädten, schlecher Wasserqualität und getunten Lebensmitteln nicht ausreichen würde, nehmen Raucher diese Fakten sogar als Argument um rauchen zu dürfen. Nach dem Motto: “Wenn schon vergiften, dann richtig!” Ich habe sehr oft von Rauchern den Vorwurf gehört, wenn man sie auf den belästigenden ekligen Zigarettenqualm hinweist, “man solle ja ruhig sein, denn man verpestet selbst die Umwelt mit Autoabgasen”. Aber was ist denn das für ein hirnverbranntes Argument! Wenn dieser Raucher ein Greenpeace-Anhänger und ein richtig militanter Verweigerer jeglicher Nutzung von Verbrennungsmotoren wäre aus umweltgesundheitlichen Gründen, nur mit dem Fahrrad oder zu Fuss seine Mobilität bestreiten würde, dann könnte ich mir diesen Vorwurf noch gefallen lassen. Tatsache ist aber, dass genau solche aktiven Greenpeacler auch Nichtraucher sind. Sie sind konsequent in der Ablehnung jeglicher Form von Umweltvergiftung, darunter auch der Verpestung der Atemluft durch Zigarettenqualm. Ich habe aber noch keinen Raucher kennengelernt, der selbst dermassen umweltbewusst lebt und sich anmassen dürfte solch einen Vorwurf an einen Nichtraucher zu stellen. Es ist einfach nur schlechte Notverteidigung der eigenen Drogensucht.
Damit kommen wir automatisch auch zur Beantwortung der letzten Frage von Allen Carr. Wenn es dann doch aus irgendeinem unsinnigen Grund passiert, dass wir Raucher werden, müssen wir diesen Fehler, denn wir in der Vergangenheit gemacht haben irgendwie anderen und sich selbst erklären. Gewissenhafte Raucher entschuldigen sich andauernd vor Anderen, wenn sie eine rauchen müssen. Meistens folgt dann auch noch eine gut erdachte Ausrede, warum es jetzt sein muss. Achte mal bitte auf die beiläufigen Kommentare dieser Raucher zu ihrem Suchtverhalten, und dir werden selbst als Raucher einige Pro-Argumente derart fadenscheinig vorkommen, dass du natürlich ein viel besseres stichhaltigeres Argument dir ausdenken wirst müssen. Aus diesem Grund sind alle Raucher Lügner. Ich weiss wovon ich rede, ich habe mich selbst und andere 8 Jahre lang mit höchster Perfektion belogen. Raucher belügen sich selbst und alle anderen, weil ab dem Zeitpunkt der ersten Zigarette folgen jahrelang, ach was jahrzehntelang Ausreden warum man jede Zigarette rauchen muss. Das ist sehr viel Zeit um sich eine dermassen gute Gehirnwäsche zu verpassen, dass es kein Wunder ist, wieso Raucher es als ungemein schwer empfinden mit der Raucherei aufzuhören. Wie denn auch? Die persönliche Niktotinbestie schafft es tatsächlich jeden negativen Aspekt der Drogensucht in einen positiven umzuwandeln. Man stelle sich das einmal vor. Schaffst du es tatsächlich jemanden mit einem gesund ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb dazu zu überreden am russischen Roulet teilzunnehmen, dazu auch noch mit dem starken Argument, dass es uglaublichen Spass machen wird, wenn die Waffe losgeht? Natürlich nicht! Niemand ist so blöd, und wenn doch kommst du zu Recht lebenslang hinter Gittern. Das Problem ist, dass man die eigene verführerische Nikotinbestie nicht einfach in Handschellen legen kann und sie zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Sie beherrscht sämtliche emotionalen Manipulationsmittel, die auch der Mensch selbst besitzt. Der Gegner in deinem Kopf gegen denn du hier antrittst ist dir in allen Bereichen ebenbürtig, also hör auf ihn zu unterschätzen!
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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
bildquelle(n): welt.de

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