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Feb 07 2012

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TAG 038 – Die Hersteller (Teil 1)

“Eine Neigung zur Sucht gibt es nicht. Wenn ich ein geselliger Mensch bin, heißt das, ich gehe gerne unter Leute. Wenn ich ein zu Sucht neigender Mensch bin, heißt das, ich werde gerne abhängig, und zwar nicht nur von Nikotin, sondern auch von Heroin und anderen zur Sucht führenden Drogen. Aber nicht einmal starke Raucher neigen dazu, andere Drogen auszuprobieren. Es ist das Nikotin, das die Abhängigkeit hervorruft, nicht ihre Persönlichkeitsstruktur.” Allen Carr

Sich einzureden, die eigenen Eltern hätten einem das Suchtpotential genetisch mitgegeben halte ich für abstrakt und unfair gegenüber den Eltern. Wie ich schon sagte, kein Elternteil weltweit will, dass seine eigenen Kinder mit dem Rauchen anfangen und sich dieser Tortur unterziehen, die mit der Nikotinsucht verbunden ist. Wenn man nämlich durch die Genetik zum Suchtverhalten neigen würde, würden Raucher auch Heroin, Kokain, Schokolade oder alte Schuhsohlen in unkontrollierbaren Massen zu sich nehmen. Dies ist aber nicht der Fall. Es gibt aber leider auch die andere Seite dieser These. Gerade weil Raucher nicht zu anderen Drogen neigen, verstärkt es ihr Verlangen und ihre Überzeugung Zigaretten wären ihr einziges und erlaubtes Laster.

Cannabis denn Sünde sein? Nein, wenn man dabei blos raucht!Diese Raucher sind völlig davon überzeugt keine Raucher zu sein. Unglaublich, oder? Die häufigste, bequemste und schnellste Art THC einzunehmen ist durch den Konsum von selbstgedrehten Tabak. Man könnte das ganze auch als Tee verarbeiten, Cookies mit Schokoladenüberzug backen oder die Briefmarkenrückseite mit einer klebrigen selbstgemachten Cannabissoße nach Hausfrauenart bestreichen. Wenn der handelsübliche Kiffer nur nach THC süchtig wäre. Dies ist aber nicht der Fall. THC-abhängige sind in fast 100 % der Fälle auch nikotinabhängig. Dabei spielt es auch keine Rolle ob man zuerst eine gekifft hat und dann irgendwann auch mit dem Rauchen anfing, oder schon Raucher war und irgendwann einen Joint geraucht hat. Die Ausrede “Ich kiffe bloss!” ist ein weiterer Beweis dafür, wie gut die Gehirnwäsche funktioniert. Natürlich laufen jetzt Junkies auf die Barrikaden und wollen mich an diesem Punkt vom Nutzen der Pflanze Cannabis überzeugen. Man könne davon geile Jeans herstellen, Papier etc. Gut … das ist wirklich hervorragend, dann sollte der Staat Cannabisplantagen unterhalten und einen neuen Wirtschaftzweig aufbauen mit Produkten auf Cannabisbasis. Vielleicht ist das die Lösung all unserer Wirtschafts- und Umweltprobleme? Hoffen wir dann aber, dass dieselben Junkies nicht ihre eigene Jeans aufrauchen!

Also solltest du dich jetzt angesprochen fühlen nicht nur aus dem Grund ein Raucher zu sein, dann mach bitte deinen Kopf frei. Wenn der Staat sich zutrauen würde eine kontrollierte großflächige Cannabiswirtschaft und -industrie aufzubauen oder einen sorgsamen Umgang der Privatwirtschaft mit dieser unglaublich tollen Pflanze erwarten würde und sich daraus Milliarden von Steuereinnahmen generieren lassen würden, dann hätte es schon seit Jahrzehnten eine Politik des Fürsprechens gegeben. Nicht nur das, wir hätten schon Tausende von “Biobauern” die Cannabis selbstverständlich rein aus ökonomischen Gründen anbauen würden. Es soll sogar Exemplare geben, die diesen nützlichen Beruf des “Biobauern” in ihrer 60 qm-Wohnung ausüben. Hab ich nur mal so gehört, alles unverbindlich. :mrgreen:
Diesen Biobauern rate ich Tabakpflanzer zu werden. Erstens ist es legal und die Nachfrage immer gesichert.

Kommen wir aber nochmal kurz zurück auf das eigentliche Thema. Babys neigen nicht zur Rauchersucht. Die Wahrscheinlichkeit, dass man sich aber später zu einem Raucher/in entwickelt oder nicht, stehen 50:50. Da spielen eine Menge anderer Faktoren eine viel größere Rolle als die genetische Prädisposition. Du kannst ruhig den Nikotin oder die hunderte anderer süchtigmachender Stoffe in der Zigarette dafür verantwortlich machen, wieso du dir immer wieder eine ansteckst. Rede dich aber bitte nicht heraus, du wärest von Haus aus vorsätzlich  in die Falle hineingezogen worden und als armes Würstchen kommst du da nie wieder heraus. Fange lieber an, positiver über dich selbst nachzudenken. Nutze die Selbstkritik nicht um dich noch weiter in den Strudel zum chronisch pessimistisch und schlechtgelaunten Raucher hintreiben zu lassen, sondern als eine Herausforderung und Lebensaufgabe ein körperlich gesünderer und vor allem mental stärkerer Mensch zu werden.

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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
bildquelle(n): zurismokefree.ch

Über den Autor

novaplaneta

alias Slobodan Stojkovic ist leidenschafllicher Nichtraucher, männlich, ledig, schreibt und bloggt gerne, Workaholic, Ideenfabrikant, schlaflos // Netiquette Links zum Thema (Nicht)Rauchen: http://www.zehn.de/die-10-passendsten-promi-sprueche-zum-rauchen-497696-0 http://www.deecee.de/funny-stuff/funny-pics/raucher-sprueche.html

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