Ich habe diesen Rat von Allen Carr befolgt. Erst mal weiterrauchen, bis ich die endgültige Entscheidung im Kopf treffe die letzte Zigarette zu rauchen. Es ist besser diese vielgepriesene Willenskraft aufzubauen bevor man aufhört, als überhastet aufzuhören und sich während der Entzugphase mit krampfhafter Selbstdisziplin von jeglicher Situation in der man früher geraucht hat, fernzuhalten.
Ausnahmslos alle Raucher in meinem Wirkungskreis, die nach der Willenskraft- und Disziplinmethode verfahren haben, sind gescheitert. Die einen nach 6 Monaten, einer sogar nach 2 Jahren Nichtraucher-Dasein. Im Grunde genommen war dieser Glückliche im Hinblick auf die körperliche Abhängigkeit schon lange Nichtraucher, hat es aber nicht realisiert, da er immer wieder an vermeintliche glückliche Momente in seinem ehemaligen Raucherleben gedacht hat.
Es ist doch vollkommen logisch, dass man sowohl während des Raucher-Lebensabschnittes wie auch des Nichtraucher-Lebensphasen glückliche Momente hatte, hat und auch haben wird. Aber nicht ein einziges Mal war die Zigarette und der “Nikotingenuß” die Ursache für diesen Glückszustand. Das wäre genauso wenn ein Lottogewinner auf die Frage: “Wie kommen Sie zu diesem unglaublichen Lottogewinn?” antworten würde: “Ich hab einfach vor der Ticketabgabe eine geraucht”. Da aber Raucher sich im Falle eines Lottogewinnes als “Belohnung” gleich eine anstecken, verbinden sie solch einen mathematisch unwahrscheinlichen Glücksfall mit der “Zigarette danach” und kommen zu folgender falscher Formel: Glücksmaximum + Zigarette = noch mehr Glück.
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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
bildquelle(n): tz-online.de

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