Ich bestreite diese Behauptung voll und ganz. Tabakrauch, ausgenommen geruchlich stark modifizierter Pfeifentabak oder Schischa-Tabak in verschiedenen Geruch- und Geschmacksrichtungen wie z.B. Vanille, riecht zu keinem Zeitpunkt gut. Tabakrauch stinkt und ist dermassen störend, dass jedem Nichtraucher sofort Übelkeitsanfälle aufkommen, wenn er in einen stark verrauchten Raum reinkommt. Bei mir führt der Zigarettenqualm direkt ins Gesicht geblasen zu Augentränen und Hustenanfällen, ein 2-stündiger Aufenthalt in einem Raucherraum läßt meine Kleidungsstücke derart stinken, dass sie sofort in die Waschmaschine gehören.
Der leicht anästhesierende Giftcocktail in Zigaretten beeinflusst die volle Funktionsfähigkeit der Geschmacksknospen auf der Zunge und der Geruchsnerven in der Nase. Insofern wissen Kettenraucher gar nicht mehr wie der echte Geschmack und Geruch von Nahrungsmitteln ist. Als ich damals aufgehört habe zu rauchen, entdeckte ich die wunderbare Welt des Geschmacks und des Geruchs von Lebensmitteln neu. Ich trank damals zu meiner Zigarette gerne einen türkischen Mokkakaffee. Der echte Geschmack des Mokkas erschloß sich mir aber erst, nachdem ich das Rauchen für immer aufgegeben habe. Auch heute trinke ich immer noch meinen Morgenkaffee, jetzt entfaltet sich der Geschmack aber erst zu einem Sinnesgenuß.
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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
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