Starke Raucher sollten neben ihrer Lunge regelmäßig auch das Herz untersuchen lassen. Das gilt besonders für Menschen, die bereits unter einer chronischen obstruktiven Lungenerkrankung (COPD) – besser bekannt als Raucherhusten – leiden. “Etwa ein Drittel dieser Patienten entwickelt zusätzlich eine Herzschwäche, die häufig nicht entdeckt wird”, sagt Professor Dieter Köhler.
Eine COPD macht sich durch Luftnot unter Belastung bemerkbar. Dieses Symptom verstärke sich durch eine Herzschwäche noch, allerdings werde häufig nach einer COPD-Diagnose nicht nach weiteren Auslösern im Körper gesucht. Unbehandelt könne Herzschwäche schlimmstenfalls lebensbedrohlich sein. “Eine so genannte Herzinsuffizienz kann allerdings meist relativ einfach auf einem Röntgenbild festgestellt werden”, sagt Köhler.
Hilfreich ist, wenn sich nach einer Diagnose von COPD und Herzinsuffizienz Lungenarzt und Kardiologe über die Therapie absprechen. Denn behandelt werde in der Regel nur das Leiden, das stärker ausgeprägt ist, betont Köhler. “Dabei gilt: Je frühzeitiger ein Patient mit Herzschwäche sich behandeln lässt, umso eher kann ein Fortschreiten der Erkrankung verhindert werden”, sagt der Lungenspezialist. Gängiges Mittel zur Therapie sind Blutdruckmedikamente. Auch maßvolles körperliches Training verschafft mehr Luft zum Atmen. “Wichtigste Regel ist aber natürlich ein Verzicht aufs Rauchen“, sagt Köhler.
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