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Dez

Leseprobe: Tag 002 - Meister Yoda auf dem Mount Everest

“Stellen Sie sich vor, Sie wachen eines Morgens auf und denken: “Auch wenn es ein schwieriges Unterfangen ist, werde ich versuchen morgen auf den Mount Everest zu steigen.” Selbst der größte Narr auf Erden weiß, dass dies ohne monatelange fundierte Vorbereitung nicht zu schaffen ist. Einem Raucher kann es leicht fallen, ja sogar Spaß machen, sofort und für immer aufzuhören. Doch ohne die richtige Vorbereitung käme sein Vorhaben der Besteigung des Everest gleich.” Allen Carr

Ich habe sehr oft von Ex-Rauchern gehört, sie hätten von einem Tag auf den anderen einfach so aufgehört zu rauchen. Nur weil sie es wollten. Einfach so, kamen sie von der langen stressigen Arbeit nach einem halbstündigen nervigen Gewusel durch den Berufsverkehr nach Hause, assen zu Abend, machten den Fernseher an, schauten sich die Wetterprognose an, machten den Fernseher wieder aus, packten ihren Koffer, fuhren zum Flughafen, stiegen in ein x-beliebiges Flugzeug, flogen schnurrstraks an die nepalesisch-chinesiche Grenze, fanden sofort ein Taxi, ließen sich zum Startpunkt der Mount Everest-Besteigung fahren, kniffen lächelnd dem Scherpa in die Wange und jumpten gschwind 8848 Meter über den Meeresspiegel zum Berggipfel hinauf.

Und das alles, schaffte doch dieser unglaubliche Lügenbold, nur weil er oder sie es einfach wollten.

Machen wir uns doch nichts vor!
Wir Menschen flunkern doch einfach zu viel und zu gerne und belügen nicht nur andere sondern und vor allem auch sich selbst am besten. Ich halte das ganze für eine einfache Angeberei, bei Männern nach dem Motto: “Boah eh, guckst du wie groß mein Schnidelwutz ist, ich mach’ alles kaputt, Alter!” und bei Frauen: “Also ich habe meine selbstgemachte und von mir eigens für euch in stundenlanger Koch- und Küchenarbeit nach traditionellem Weltrezept hergestellte Gewürzpastete probiert … sie schmeckt göttlich!”. ;-)

Wenn es sooooooo einfach wäre mit dem Rauchen aufzuhören, dann gebe es doch überhaupt nicht soooooooo viele Milliarden Raucher wie es sie derzeit gibt. Alle würden alleine durch ihre unbändige Willenskraft einfach so das Rauchen aufgeben. Und keiner behauptet von sich ein schwacher Charakter zu sein, der nicht alles im Leben erreichen kann.

Klein, grün, sauer

Ich glaube, dass du dein neues Leben nicht nur rein nach der Willenskraft-Methode beginnen solltest. Der Wille ist stark, doch das Fleisch ist schwach - heißt es doch im Volksmunde, also wie kannst du einfach soooooo locker vom Hocker von einer Sekunde auf die andere aufhören zu rauchen. Wir bestehen nicht aus Geist alleine, sondern auch der Körper will ein Wörtchen mitzureden haben. Wenigstens versucht dir das Nikotinmonsterchen dies alle Stunde aufs Neue einzubläuen.

Bleib also einfach entspannt!
Denk einfach erst mal nach, ob du nicht doch zuerst das Reisebüro anrufst, den güngstigsten Flugpreis zum Mount Everest in Erfahrung bringst, dich von erfahrenen Bergbesteigern beraten lässt, ein paar Bücher von Reinhold Messner kaufst, ein paar Monate Chinesisch-Unterricht nimmst um dann dem Scherpa in die Wange zu kneifen und gut vorbereitet zum Höhengipfel zu jumpen? Die Vorbereitung auf das Rauchen der letzten Zigarette und die damit verbundene Vorfreude werden deine Sinne so gut schärfen, dass du dich unglaublich freuen wirst, all die weggeworfenen Jahre, die du mit deiner Zigarette allein in Gesellschaft verbracht hast, hinter dir zu lassen und dem nicht mehr hinterhertrauern wirst müssen. Die Vergangenheit dann hinter dir gelassen du hast, die Zukunft in Augenschein du nimnst!

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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren

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Kommentare

ein Kommentar zu “Leseprobe: Tag 002 - Meister Yoda auf dem Mount Everest”

  1. Der Countdown läuft : NOVAPLANETA
    am 11.12.2009 um 17:34 Uhr 

    [...] Monat Januar, Genesis: Tag 002 - Meister Yoda auf dem Mount Everest [...]

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