Die letzte Behauptung könnte ich fast unterschreiben. Wobei folgender Umstand sowohl die Genialität der Falle ausmacht wie auch die empfundene Schwierigkeit mit der Nikotinsucht aufzuhören: Je intelligenter ein Mensch umso intelligenter und feinsinniger ist auch die Gehirnwäsche, die er sich selbst verpasst. Wir vergessen nicht, dass z. B. Einstein selbst Raucher war, obwohl er auf unserem Planeten als einer der klügsten und intelligentesten Menschen, die je gelebt haben, angesehen wird. Andererseits: Je dümmer ein Mensch, umso schwerer fällt es ihm die gesamte Komplexität der Nikotinfalle vollständig zu durchleuchten. Doch wie schon an anderer Stelle bereits erwähnt, stellt sich die Frage wer ist dumm und wer ist intelligent bzw. wer bestimmt den Grad der Intelligenz eines Menschen. Gäbe es einen Raucher-IQ wären alle Nichtraucher höchst intelligent und wahre Genies, und gäbe es einen Nichtraucher-IQ würden Raucher bei diesem Test ziemlich schlecht abschneiden. Aber auch nur bei diesem Test. Macht ein “dummer Raucher” einen der sogenannten IQ-Tests könnte er sich plötzlich der Tatsache bewusst werden , dass er einen höheren IQ hat als Einstein. Das hilft ihm aber nicht dabei mit der Raucherei aufzuhören. Komischerweise. Den seine Intelligenz wird ihm immer wieder zum Stolperstein. Einer meiner Arbeitskollegen bezeichnet das gerne als Fünf-mal-ums-Eck-gedacht. Das führt uns wieder zum Mysterium des Raucher-IQs und der obigen Feststellung von Allen Carr.
Wenn du die Nikotinfalle einmal für dich selbst durchschaut hast unabhängig davon was für einen IQ du hast oder für wie intelligent dich andere Menschen sehen oder nicht sehen, wirst du nie wieder auf die vielen Tricks der kleinen Nikotinbestie hereinfallen und wirst später als Nichtraucher immer wieder darüber lächeln wie oft, einfach und nonchalant du tagtäglich die vielen Stolpersteine und Fettnäpfchen der genialen Nikotinfalle meisterlich umschiffst. Nutze jeden kleinen Erfolg um dein Nichtraucher-Selbstwertgefühl aufzubauen. Genieße jede gewonnene kleine Schlacht obwohl du schon weißt, dass du den ganzen Krieg gewonnen hast. Wähne dich aber nie in Sicherheit und werde überheblich gegenüber der Nikotinfalle. Viele Ex-Raucher wollten sich nach Jahren wieder mal selbst beweisen, dass sie es geschafft haben. “Tschaka!” haben sie gerufen,” ich habs geschafft, die Sucht habe ich besiegt, die Rauchersucht beherrscht mich nicht mehr weiter, ich könnte wieder eine rauchen um mir selbst zu beweisen, dass ich nicht mehr süchtig bin nach Zigaretten”. Diese überheblichen Ex-Raucher tappen wieder in die Falle und wundern sich, dass der gesamte Teufelskreislauf von vorne beginnt. Wenn du bald deine letzte Zigarette geraucht haben wirst, dann bist ab diesem Zeitpunkt ein Nichtraucher bis in den Tod.
Merke dir dies einfach: Es kann der Dritte Weltkrieg ausbrechen, du kannst gegen Terminatoren oder andere Menschen im werzweifelten Kriegsgemetzel zu Tode kommen, aber du gehst erhobenen Hauptes als Nichtraucher von dieser Welt. Es gibt kein Mittelding und keine Kompromisse mit dem Nikotinteufel. Es gibt diesbezüglich leider nur Raucher und Nichtraucher und die Gesellschaft wird sich in dieser Hinsicht immer in 2 Lager spalten. Selbst derjenige, der alle Jahre wieder nur eine Zigarette raucht ist ein Raucher, alle anderen, die nie wieder eine anmachen und bis zu ihrem Abgang von dieser Welt keine mehr rauchen sind Nichtraucher. So einfach kann manchmal eine Sache gestrickt sein.
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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
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