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TAG 044 – Raucher schlafen den Schlaf der Gerechten

“Machen Sie sich, wenn Sie abends zu Bett gehen, große Sorgen, Sie könnten keine wunderschönen Träume haben? Oder geht es Ihnen wie mir und Sie hoffen, nicht von Alpträumen geplagt zu werden und einfach nur gut zu schlafen? Glauben Sie tatsächlich, jemand könnte so dumm sein und das Elend der Heroinabhängigkeit auf sich nehmen, nur um besondere Träume zu haben?” Allen Carr

Ich höre und lese immer wieder von extremen Kettenrauchern, die anscheinend mitten in der Nacht aufwachen nur um eine zu rauchen. Ich habe 8 Jahre lang geraucht und lag das letzte halbe Jahr meiner Drogensucht bei ca. 40 Zigaretten am Tag. Dennoch hatte ich wegen meiner Drogensucht nie Schlafprobleme. Wenn ich einmal nachts aufgewacht bin, dann weil es im Sommer sehr heiß war, oder weil ich zu einer bestimmten Zeit in meinem Leben viel Streß hatte und sich dies auch auf meine Schlafgewohnheiten auswirkte. Rückblickend auf diese finstere Zeit in meiner Vergangenheit habe ich aber immer wenn ich schon mal wach war am Fenster noch eine oder zwei geraucht bevor ich mich wieder schlafen legte. Ich hatte aber nie Alpträume oder körperliche Beschwerden, die mich aufwachen liessen damit ich eine rauchte. Extreme Kettenraucher reden sich ein sie würden unter körperlichen Schmerzen leiden, wenn sie längere Zeit nicht rauchen. Das kann ich weder bestätigen noch glaube ich an körperliche Schmerzen infolge von Entzugserscheinungen. Ich habe noch keinen Raucher sich auf dem Boden winden sehen, weil er unter dermassen starken körperlichen Schmerzen leidet, dass er medikamentös behandelt werden muss oder einen Nikotinschuss braucht.

Im Gegensatz zu fortgeschrittenen Heroin- und Kokainabhängigen, die echte körperliche Entzugsschmerzen erleiden müssen, gibt es beim Nikotinentzug diese so gut wie gar nicht. Das ist einer der Punkte, an dem jeder Raucher gut andocken kann. Zwar ist Nikotin das schnellwirkendste Gift der Welt, weil es in nicht einmal 7 Sekunden nach Einnahme direkt das Belohnungszentrum im Gehirn attackiert, die körperliche Sucht ist aber fast zu vernachlässigen. Bei Heroin- und Kokainabhängigen greift die halluzionege Wirkung der Droge dermassen stark in den chemischen Prozess des Organismus ein, dass Opfer dieser Sucht unter extremen körperlichen Entzugsschmerzen leiden können, die wiederrum nur eine neue Dosis beseitigen kann. Mehr zur Wirkungsweise von harten Drogen wie z. B. Heroin und Opium oder Kokain und Crack kannst du auf onmeda.de nachlesen.

Wenn starke Raucher behaupten sie würden unter körperlichen Schmerzen leiden infolge des Fehlens von Nikotin, dann reden sie sich dies absichtlich ein um einen starken Grund zu haben nicht mit dem Rauchen aufhören zu müssen oder die nächste Zigarette anzünden zu dürfen. Ich behaupte einfach mal ganz frech, dass Rauchen das Bewusstsein eines Menschen stärker beeinflusst als Heroin und Kokain. Und zwar aus einem sehr sehr wichtigen Grund: Raucher sind nach Einnahme der Droge noch mental handlungs- und aufnahmefähig, dies ist bei Süchtigen anderer harter Drogen nicht der Fall. Wenn der Raucher nach jeder Zigarette ca. 1 Stunde Rauschzustände erfahren würde, wie dies bei Kokain, Heroin, LSD und neuen Designerdrogen der Fall ist, wären 18 Millionen Menschen in Deutschland zeitweise überhaupt nicht mehr gesellschaftsfähig. Sie könnten nicht mehr arbeiten, ihre Familien ernähren, könnten kein Auto fahren, Flugzeuge fliegen, Kinder unterrichten usw., sie wären eine ständige Gefahr für sich und ihr Umfeld. Hätte Nikotin diese Wirkung, gäbe es nicht nur in Deutschland sondern weltweit viel weniger Raucher. Diese Erkenntnis aber ist ebenfalls ein Teil der Gehirnwäsche, derer sich der Raucher nicht bewusst ist oder er ist sich dessen bewusst und legt es als einen positiven Gesichtspunkt aus. Diese Tatsache lässt Nikotin und das Rauchen nicht als harte Droge erscheinen, weil man ja noch voll handlungsfähig ist während der Einnahme. Aus diesem Grund hat sich die Zigarette als erfolgreichstes Suchtmittel weltweit entwickelt mit dem Tabakkonzerne und der Staat völlig legal Gelder einnehmen können ohne große Gewissensbisse dabei zu haben. Die Entscheidung und Verantwortung, ob man raucht oder nicht raucht liegt aus dessen Sicht bei jedem Einzelnen. Wie demokratisch?

Denk immer daran, wenn du deine nächste Menthol-, Light- und Ultralight-Zigarette anzündest, die nach Schokolade, Vanille oder Pfefferminz schmeckt. Du konsumierst da ein hochwertiges Markenprodukt, dass die Spitze seiner Produktentwicklung noch nicht erreicht hat. Tabakkonzerne werden in Zukunft ihr Produkt noch weiter verbessern um dir die unbedenkliche Einnahme und Konsumierung noch leichter zu machen. Wann ist für dich der Zeitpunkt gekommen, diese wohlgemeinte Fernsteuerung deines Konsumentenverhaltens mit den bereits bekannten negativen Folgeschäden in Verbindung zu bringen, und endgültig nein zu sagen?

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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren / onmeda.de

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