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TAG 041- Sei ein Kind im Disneyland

“Haben Sie die Nikotinfalle erkannt und sich aus ihr befreit, so werden Sie feststellen, dass Sie nicht deshalb geraucht haben, weil Sie eine Neigung zu Suchtverhalten besitzen, selbstmörderische Tendenzen aufweisen oder mit Ihren Genen etwas nicht stimmt. Sie werden erkennen, dass Sie lediglich einer der Millionen Menschen sind, die in diese geniale Falle getappt sind und nicht wussten, wie sie sich daraus befreien sollen. Das ist keine Frage von positiven Denken, sondern von Wissen und Verstehen. Sie werden keine Schlacht gewinnen, wenn Sie nicht gut darauf vorbereitet sind und die Schwächen des Feindes nicht kennen.” Allen Carr

Zwar sind Wissen und Verstehen die wichtigsten Faktoren im Kampf gegen die Nikotinsucht, wenn man aber zusätzlich eine positivere Einstellung über sich selbst bekommt im Hinblick auf die eigene Drogensucht, so ist der Erfolg 100 % garantiert.

Dass wir uns nicht falsch verstehen: Die meisten Menschen meinen positives Denken bedeute in jeder Lebenssitutation und zu jedem Zeitpunkt nicht negativ über die eigene Lage nachzudenken. Wenn ich also freiwillig in einen Käfig hochgifitger Kobras springe und dann denke: “Gott sei Dank bin ich nicht in einen Käfig hungriger Löwen gesprungen!”, dann ist das nicht positives Denken, sondern schlichtweg Dummheit. Es gibt immer einen Punkt ab dem positives Denken zur Dummheit wird. Aus diesem Grund bin ich auch nicht der Verfechter der Theorie, ein unverbesserlicher Optimist zu sein reiche aus um der Drogen- und Nikotinsucht den Rücken zu kehren.

Positives Denken bedeutet zu erkennen wie einen schreckliche Lebensschicksale, in die man selbst unverschuldet hineingeraten ist, beeinflussen und welche Lehren man aus diesen Schicksalsschlägen für das weitere Leben mitnimmt. Wenn jemand mit dem Flugzeug abstürzt und der einzige Überlebende ist, so kann man sich ein Lebenlang fertig machen und sich die Frage stellen wieso man selbst verschont wurde und die anderen Hunderte von Menschen vor den eigenen Augen starben. Wenn man ab diesem Zeitpunkt todesmutig wird und sich lebensgefährliche Hobbys sucht wie Freeclimbing oder ähnliches, dann ist das für mich negatives Denken, weil man sich einbildet einmal dem Tode von der Schippe gesprungen zu sein, dann wird es alle anderen Male auch klappen. Wenn man aber z.B. ab diesem Zeitpunkt jeden Augenblick des Lebens intensiver wahrnimmt, Gott oder einer Gottheit dafür dankt überlebt zu haben, anderen als Vorbild und Bereicherung dient indem man auf dem Boden der Tatsachen bleibt, so ist das für mich positives Denken. Das heisst nicht, dass solch ein Überlebender jeden Tag mit einer dümmlich grinsenden Grimasse durchs Leben zu gehen hat. Auch Glücks- und “Sonntags”kinder haben ab und zu schlechte Tage, sie stehen aber schneller auf als andere, das macht sie zu aktiven Positivisten.

Sei wie ein neugieriges Kind im Disneyland - entdecke freudig die Fallen der Nikotinsucht!

Sei wie ein neugieriges Kind im Disneyland - entdecke freudig die Fallen der Nikotinsucht!

Leider reicht aber der alleinige positive Gedanke nicht aus, genauso wenig wie nur Wissen und Verstehen. Raucher haben den positiven Gedanken aufhören zu wollen viel häufiger als sie sich das selbst eingestehen wollen. Wissen und Verstehen funktionieren auch nicht unabhängig, da Raucher alles was ihnen gewinnnbringende Erkenntnisse geben könnte gekonnt umschiffen. Man sagt, dass der Pfarrer in der Kirche immer den Falschen predigt, denn die drin wissen schon worum es geht. Deshalb ging Jesus auch unters Volk und zeugte durch das eigene Leben vom Reich Gottes. Nun bin ich nicht Jesus und Gott habe ich noch nicht gesehen, meinen Blog könnte man aber synonym als ein kirchenähnliches Gebilde ansehen, ich predige hier bestimmt sowieso den Falschen. Die meisten Raucher werden das Lesen dieses Blogs nach wenigen Tagen vielleicht schon aufgeben, wohlwissend dass die Tatsachen und vielen Punkte über die ich täglich schreibe, sie dazu bewegen werden mit dem Rauchen aufzuhören. Aus diesem Grund legen auch die meisten Allen Carrs Buch “Endlich Nichtraucher!” irgendwann entnervt zur Seite und behaupten sofort steif und fest, dass ihnen diese Methode nicht geholfen hat, obwohl sie sie überhaupt nicht ausprobiert haben. Die Allen Carr Methode funktioniert nur, wenn man sie auch ausprobiert: nämlich nie wieder zu rauchen. Die Allen Carr Methode lebt man also nach der letzten Zigarette jeden Tag vor. Das wollen aber die meisten Raucher nicht begreifen, weil sie im Innersten ihres Herzens und Verstandes nicht bereit sind diesen neuen Weg einzuschlagen. Deshalb erreicht die Pfarrerpredigt meistens auch die Falschen.

Ziehen wir also kurz Bilanz. Wenn weder Wissen und Verstand noch positives Denken alleine mir helfen können für immer drogenresistent zu werden, was hilft mir dann überhaupt? Der eiserne Wille, beten, russisches Roulett? Es ist die Kombination aller Faktoren, die dich erfolgreich machen im Hinblick auf das Aufhören: Neugierig sein, wissen erwerben wollen, verstehen zu lernen und lernen zu verstehen, positiv denken und dann effizient handeln. Das macht sozusagen deinen Nichtraucher-IQ aus. Ein guter Vorsatz oder Gedanke reicht alleine nicht aus, diesen Irrglauben solltest du schnellmöglichst über Bord werfen, dann wird dir der Sieg über deinen Feind, die Nikotinbestie, sicher sein.

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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
bildquelle(n): tripadvisor.de

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