Zwar ist der menschliche Körper ein unglaubliches Stück Göttlicher Technik oder eines evolutionären Prozesses, aber anzunehmen man wäre unverletzbar wie der Android Data oder Seven of Nine aus Star Trek, ist ein fataler Fehler, der ab einem bestimmten Punkt in einem Raucherleben nicht mehr wieder gut zu machen ist.
Ein kleiner Exkurs für Nicht-Trekkies: Data ist im Star Trek-Universum ein von Dr. Soong gebauter Android, der äußerlich nach menschlichen Ebenbild erbaut wurde aber trotzdem nur ein Roboter des nächsten Jahrhunderts ist. Seven of Nine ist eine von den Borgs assimilierte Menschenfrau, die von Captain Janeway in Voyager wieder reassimilert wurde. Beide Charaktere haben durch ihre Bauart oder technische Aufwertung des Organismus übermenschliche körperliche und geistige Fähigkeiten. Das implementiert auch die Tatsache, dass auf diese Geschöpfe die Drogensucht und die gesundheitlichen Folgeschäden des Nikotinkonsums keine Wirkung haben.
Raucher gauckeln sich immer wieder vor sie wären Data oder Seven of Nine. Wenn der Körper beschädigt ist und man sich Lungen- und/oder Kehlkopfkrebs, Bronchitis, ein Raucherbein oder eine andere schreckliche Krankheit geholt hat, dann wird das die moderne Medizin des 21. Jahrhunderts schon richten. Es gibt für alles Medikamente und Fachärzte, die machen das schon.
Glauben Raucher das wirklich?
Natürlich nicht.
Raucher sind sich inzwischen sämtlicher tödlicher Folgen der Drogen- und Nikotinsucht bewusst. Die Nikotinbestie redet ihnen aber tagtäglich beschwichtigend ins Gewissen, dass sie selbst verschont werden. Das Ganze schlimme Ding mit der Raucherei passiert immer nur den anderen Rauchern. Einen selber wird das Ganze schon nicht treffen. Von 18 Millionen Rauchern sterben doch nur 140.000 jährlich. Das sind nicht einmal 1 %. Dieses Argument bringen viele Süchtige. Sie legen den Schwerpunkt auf die 1 %-Angabe. Was für ein genialer Trick der Nikotinbestie.
Ich lege den Schwerpunkt auf das Wort jährlich. Wenn jährlich 140.000 Raucher sterben und man selbst sagen wir mal 30 Jahre lang raucht. Dann starben in den 30 Jahren der eigenen Nikotinsucht ca. 4,2 Millionen Menschen. Die 18 Millionen Raucher sind abhängig vom Geburten- und Sterbezahlen eine mehr oder weniger feste Größe im Jahr. Berücksichtigt man die zeitliche Komponente verschiebt sich die Wahrscheinlichkeit selbst tödlich zu verunglücken infolge der eigenen Rauchersucht schon auf 23,33 %. Jetzt wird es Raucher geben, die sich immer noch einreden werden sie hätten eine Überlebenschance von 1:4. Das heisst also wenn ich eine Kugel in ein 4-löchriges Revolvermagazin stecke, habe ich beim russischen Roulet mit jeder angesteckten Zigarette immer noch eine gute Überlebenschance von mehr als 75 %. So gesehen sind Raucher echte Positivisten.
Das Tolle an der ganze Geschichte ist, wie raffiniert die Gehirnwäsche beim Raucher funktioniert. 1 % klingt überhaupt nicht so schlimm wie 23,33 %. 75 % Überlebenschance klingt immer noch besser wie 1:4. Raucher reden sich die Gefahr dermassen schön, dass es einen Aussenstehenden nur den Kopf schütteln läßt.
Wach auf!
Du bist weder Data noch Seven of Nine und es gibt keinen Geordi La Forge, der dich wenn du beschädigt bist einfach ausschalten kann, kurz eine neue Software aufspielt und das beschädigte Teil ersetzt. Du hast von allem nur 1 Exemplar in deinem Körper mitbekommen, sind diese Teile einmal defekt so ist das unwiderruflich.
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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
bildquelle(n): startrek.com by cbs paramount television

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