Wir können uns darüber streiten oder einen wissenschaftlich-theologischen Disput führen wie gerecht Gott oder eine andere unbekannte universelle Intelligenz im Hinblick auf die ausgeglichene Verteilung des Genmaterials ist.
Wieso sind manche Menschen gutaussehend, andere wiederum nicht? Wieso sind manche Menschen klein, andere nicht, wieso ist der eine Mensch physisch stärker als der andere und so weiter und so weiter. Wieso entstehen für manche dadurch große Vorteile und für andere aus demselben Grund gesellschaftliche Nachteile. Ich selbst besitze eine eher kritische Beurteilung Gottes und seiner omnipotenten Gerechtigkeit, die irgendwann zu einer unbestimten Zeit darüber entscheiden soll ob man des Ewigen Lebens würdig ist oder nicht. Im Hinblick aber auf das genetische Suchtpotential muss ich Ihn, auch wenn Er es nicht nötig hat, in Schutz nehmen. Embryonen bzw. Babys können zwar bei heroinabhängigen Müttern ebenfalls unter körperlichen Entzugserscheinungen leiden, aber Babys haben in diesem Punkt einen entscheidenden Vorteil, der sie wiederrum vor einer Drogensucht in Zukunft schützt: Sie sind sich der Drogensucht noch nicht bewusst. Bleibt aber das Kind bei der heroinabhängigen Mutter ohne dass die Mutter Hilfe erhält oder vom Drogenkonsum Abstand nimmt, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Verbindung aus körperlicher Abhängigkeit und späterer Bewusstwerdung um die Drogensucht im Laufe der Erziehung oder falschen Erziehung die nächste Generation von Drogensüchtigen heranwächst, sehr hoch. Den Umkehrschluss daraus zu ziehen, die Mutter hätte die Drogensucht genetisch weitervererbt, finde ich sogar diskriminierend. Das müsste auch den Tatbestand einbeziehen, dass die Mutter der Mutter und die Mutter der Mutter der Mutter ebenfalls heroin- und somit drogenabhängig waren. Wann ist das schon mal der Fall gewesen? Ich habe bis jetzt noch nie von so etwas gehört oder irgendwo gelesen.
Das soll jetzt nicht heißen, dass werdende Mütter sorglos weiterrauchen sollen, weil die Wahrscheinlichkeit einer Prägung im Mutterbauch 50:50 steht. Meine Mutter war eine echte Nichtraucherin und ihre Mutter, also meine Großmutter, ebenfalls. Trotzdem war ich 8 Jahre lang drogensüchtig. Speziell Frauen unterwerfen sich einen enormen Druck mit dem Rauchen aufzuhören während der Schwangerschaft, oder was ebenfalls für mich nicht nachvollziehbar ist, junge Mädchen nehmen sich die Schwangerschaft als spätesten Zeitpunkt vor mit dem Rauchen Schluss zu machen. Es ist umstritten ob der hormonelle Cocktail, der bei einer werdenden Mutter auf Entzug an das Kind weitergegeben wird, schlimmer ist als der Giftcocktail einer rauchenden werdenden Mutter. Der Idealfall bei Frauen ist diesbezüglich überhaupt nicht zu rauchen. Wenn die Frau schon aus Liebe zu ihrem eigenen Körper nicht gerne mit dem Rauchen aufhören möchte, warum sollte sie das aus Liebe zu ihrem bevorstehenden Kind tun.
Starke Muttergefühle!?
Ich bin ein Mann und kann dies selbstverständlich nicht nachvollziehen. Die Gehirnwäsche aber, die damit zusammenhängt kann ich durchschauen und verstehen. Frauen haben Angst durch neueste Forschungserkenntnisse im Hinblick auf die Schwangerschaft ihr Kind nachteilig zu beeinflussen. Diese Angst ist berechtigt und verständlich. Ich als potentieller Vater würde ebenfalls nicht wollen ein neu entstehendes Leben dahingehend zu beeinflussen. Das war aber nie meine Motivation wieso ich aufgehört habe zu rauchen. Es ist für mich abwägig zu glauben, dass ich meine Rauchersucht über das schlechtere Ejakulat von rauchenden Männern an potentilele Kinder weitergeben würde, obwohl es auch zu diesem Thema schon Forschungserkenntnisse gibt. Stichwort: Samenbanken. Deshalb hört aber kein Mann auf zu rauchen. Ich habe aufgehört weil ich kein Sklave in der Rauchermatrix mehr sein wollte und mir ein gesünderes Leben dadurch erhoffe. An meinen Samen habe ich damals nicht im Entferntesten gedacht.
Das ist jetzt nur ein positiver Nebeneffekt. Übrigens nur einer von vielen positiven Nebeneffekten, dessen du dich als nichtrauchender Mann freuen darfst. Genau einen ähnlichen positiven Nebeneffekt erhält auch jede Frau, die schon Jahre vor ihrer Schwangerschaft für immer aufgehört hat zu rauchen.
Witz-Exkurs: Männer, Potenz und Rauchen
Ein Mann verlangt am Kiosk eine Schachtel Zigaretten. Auf der Packung liest er den Warnhinweis: “Rauchen macht impotent.” Daraufhin sagt er zum Verkäufer: “Geben Sie mir bitte lieber die mit dem Krebs!”
Es gibt aber Frauen, die in Erwartung der Schwangerschaft kurz davor aufhören zu rauchen, während der gesamten Schwangerschaft nicht rauchen, aber die erste Möglichkeit nach der Entbindung sofort nutzen um sich wieder eine anzustecken. Sich etwa 1 Jahr lang dermassen zu quälen, vor allem psychisch, halte ich für völlig unnötig. Es ist viel einfacher für immer aufzuhören, als einen begrenzten Zeitraum diese Selbstdisziplin aufbringen zu müssen.
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textquelle(n): allen carrs “nichtraucher-tagebuch“, 365 unterstützende gedanken, taschenbuch 365 seiten, mosaik bei goldmann verlag, isbn-13: 978-3-442-16682-4, tagebuch-gedanken kostenlos per e-mail abonnieren
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