06 Nikotinsucht

06 Nikotinsucht

kettenraucherRauchen ist keine lästige Gewohnheit, sondern eine Drogensucht.

Je eher Sie sich das ernsthaft eingestehen umso schneller kann der Heilungsprozess beginnen. Nur weil die gesundheitlichen Schäden nicht unmittelbar eintreten wie z. B. beim exzessiven Kokain- und Alkoholkonsum, sondern sich schleichend über Jahre oder sogar Jahrzehnte hinziehen, kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass es sich bei der Nikotinsucht um die gefährlichste und weltweitverbreiteste Droge seit Menschengedenken handelt. Jährlich sterben in Deutschland ca. 100 000 – 140 000 Menschen an den Folgen des Nikotinkonsum, ca. 3300 Menschen an den Folgen des Passivrauchens und wegen des Kokains “gerade mal” 400 Süchtige. Auch ist Nikotin eines der schnell wirkendsten Gifte, denn bei jedem Zug an der Zigarette wird die kleine Nikotindosis durch den Blutkreislauf sofort ins Gehirn weitergeleitet und dort freigesetzt. Wenn Sie jetzt sagen, dass Sie jederzeit aufhören können, da das Rauchen für Sie keine Drogensucht darstellt und Sie sich nicht unter die Drogenkranken einreihen wollen, dann frage ich mich wieso Sie immer noch rauchen. Auch das kurzzeitige Aufhören mit dem Rauchen um sich selbst davon zu überzeugen, dass man nicht drogensüchtig ist, bringt nichts, denn Nichtraucher zu sein bedeutet ein Leben lang Nichtraucher zu sein und nicht nur eine Woche, einen Monat oder sogar ein Jahr lang.

Sobald Sie sich eingestehen, dass Sie tatsächlich drogensüchtig sind, haben Sie schon den ersten Schritt gemacht. Das weitaus Problematischere am Rauchen ist die psychische Beeinflussung und nicht die körperliche. Aber glauben Sie mir, genau in dieser Tatsache liegt auch der Schwachpunkt der gesamten Nikotinfalle und der Nikotinbestie in Ihnen. Sie müssen wieder anfangen positiv über sich, ihr Raucherverhalten und ihre Drogensucht zu reflektieren. Wenn Sie wieder Zutrauen in ihre eigenen Fähigkeiten gewinnen, nehmen Sie der Nikotinbestie Ihr stärkstes Argument. Sie werden sehen, dass die körperlichen Entzugserscheinungen im Gegensatz zu denen echter kokain- und alkoholsüchtiger Menschen minimal, wenn sogar gar nicht vorhanden sind. Alleine die jahrelange Gehirnwäsche, die Sie sich einerseits selbst verpasst haben und jeden Tag neu verpassen, sowie andererseits die ständige Beeinflussung durch Medien, falsche Vorbilder, Freunde und Ihren engsten Familienkreis, lassen Sie immer wieder in dieselbe Falle tappen.

Sprengen Sie diese Ketten und holen Sie endlich Ihren Kopf aus dem Sand, damit Sie ungetrübten Auges an die Sache herangehen können. weiter

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