05 Sozialer Druck?

05 Sozialer Druck?

sozialdruckHier muss man sich ernstlich die Frage stellen: Gibt es ihn überhaupt?

Ja und nein.

Ja, es gibt ihn, wenn sich Jugendliche männliche Nichtraucher in der pubertären Phase ihres Lebens rauchende Hollywood-Grössen und Actionhelden als Vorbild nehmen, um cool und männlich zu wirken und durch die Gruppendynamik zu ihrer ersten Zigarette greifen. Ich selbst bin damals bei meiner ersten Zigarette in eine ähnliche Falle gegangen. Um meinen Freundeskreis zu schocken und zu imponieren, um stark und mächtig zu wirken, zündete ich aus einem schwachen Augenblick heraus meine erste Zigarette an. Ja, denn sozialen Druck gibt es ebenso, wenn Mädchen Körpermasse von Bikini-Schönheiten und Laufstegmodels anstreben und ihnen in der Werbung tagtäglich suggeriert wird, diese physische Leichtigkeit könnte durch das Rauchen erreicht werden. Es kommt nicht von ungefähr, dass Raucherinnen immer jünger werden. Ja, es gibt ihn ebenso, wenn Gesundheitspolitiker eine generelles Rauchverbot in der Öffentlichkeit fordern wie in den USA, wenn in den Zügen keine Raucherabteile mehr vorhanden sind, wenn ein geliebter Mensch oder im Bekanntenkreis jemand an den Folgen des Nikotinkonsums erkrankt ist oder sogar gestorben ist.

Aber es gibt ihn auch nicht, da jeder Raucher einen 80-jährigen Raucher als Beispiel vorführt, der seit 60 Jahren raucht, es ihm anscheinend immer noch schmeckt, er vor Kraft und Energie nur so strotzt. Dass solch ein Mensch aber noch 10 Jahre länger leben könnte, wenn er nicht geraucht hätte, wird völlig ausgeblendet. Machen wir uns nichts vor: Jeder sieht die Wahrheit, die er sehen will. Trotzdem stecken Sie sich vermutlich im Augenblick wieder eine an mit einem flauen Gefühl im Magen und der zweifelnden Frage, die Ihnen Ihr eigener Verstand und Ihr Herz stellt, ob nicht alle Nichtraucher, erfolgreichen Ex-Raucher, selbst Raucher nicht Recht haben, wenn Sie behaupten, dass die Zigarette eine unglaubliche mysteriöse und teuflische Wirkung ausstrahlt, die einen durch die enstprechende eigens verpasste Gehirnwäsche immer wieder dazu zwingt, konsumiert zu werden.

Denken Sie ernsthaft darüber nach, ob Sie angesichts dieser Fakten, die bis jetzt zur Sprache gekommen sind, weiterrauchen wollen. Wenn ja, nur zu. Wenn nein, dann tun Sie es einfach nicht mehr, es kann Sie niemand dazu zwingen. weiter

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